VAUNET-Studie zu Zukunftstrends beim InCar-Infotainment

Berlin, 7. Dezember 2021 - Auto ohne Radio und Audio? Das wird auch in Zukunft undenkbar sein – hochwertige InCar-Audioanlagen und Radio-/Audioangebote werden eher noch an Bedeutung gewinnen. Lineares Radio bleibt relevant, gleichzeitig setzt sich der Trend zu Personalisierung, Hybridlösungen und Integration von immer mehr Geräten und Services nachhaltig fort.

Damit steigt der Bedarf an branchenübergreifender Zusammenarbeit, gerade auch mit Blick auf die Gewährleistung einer guten Auffindbarkeit der verschiedenen Angebote in den Audiosystemen. Dies sind Ergebnisse der VAUNET-Studie „Fast Forward: Zukunft InCar Audio“ zur Entwicklung des InCar-Infotainments in den kommenden Jahren.

Autos werden im Zuge der Digitalisierung immer mehr zu mobilen Infotainment-Zentralen, InCar-Audiosysteme zum wichtigen Faktor bei der Kaufentscheidung. „Die Zukunft des InCar-Infotainments heißt Radio und Audio – und sie bietet große Potenziale für die Automobilindustrie wie die Radio- und Audiobranche“, so Dr. Nina Gerhardt, stellvertretende Vorsitzende des Fachbereichs Radio und Audiodienste im VAUNET sowie Geschäftsführerin von RTL Radio Deutschland. „Wenn wir den übergreifenden Dialog weiter intensivieren, werden wir diese Chancen für beide Branchen erfolgreich nutzen, um gemeinsam Mehrwerte für die Kund:innen zu schaffen.“

Lineares Radio bleibt zentral, Relevanz von Audio-on-Demand, digitalem und Internet-Radio steigt

Die Ergebnisse im Überblick: Audio und – insbesondere lineares – Radio sind und bleiben zentrale Elemente des InCar-Infotainments. Darin sind sich die Expert:innen der Automobil- und Audio-/Radiobranche einig, die für die Studie in strukturierten Interviews befragt wurden. Die ohnehin sehr hohe Bedeutung von Audio im Auto wird künftig noch zunehmen. Insbesondere die Relevanz von digitalem und Internet-Radio sowie von Audio-on-Demand-Angeboten wird steigen – mit Wachstumspotenzialen vor allem bei jüngeren Zielgruppen.

Mehr Personalisierung und Hybridlösungen

Ein weiterer wichtiger Zukunftstrend: Personalisierte und hybride Radio- und Audioangebote mit einem Mix aus individueller Musik und klassischen Servicebeiträgen, wie Nachrichten oder Verkehrsmeldungen. Technisch wird dem Hybrid-Radio die Zukunft gehören, das Broadcast- und Internet-Radio kombiniert.

Integration und Koppelung von immer mehr Geräten

Die Anzahl integrierter bzw. gekoppelter audiofähiger Geräte wird künftig nochmals steigen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass Google und Apple bei Radio- und Audionutzung eine zunehmend wichtigere Rolle spielen werden – über gekoppelte Smartphones wie über die Tiefenintegration ihrer Dienste in die InCar-Systeme.

Durch die zunehmende Präsenz der globalen Tech-Konzerne auch im Auto sowie eine zunehmende Fragmentierung der Angebote wird der Wettbewerb um die Medienzeitbudgets im Auto härter. Datenzugang und -nutzung werden zu einer Schlüsselfrage, ebenso die Erstellung und Verfügbarkeit von Metadaten, die zunehmende Datenmengen strukturieren, sowie neue Dienste und mehr Usability ermöglichen. Besonders im Fokus: die zahlreichen Radio- und Audioangebote der Zukunft in den Audiosystemen leicht und diskriminierungsfrei auffindbar zu machen. Alle befragten Expert:innen sehen vor diesem Hintergrund einen steigenden Bedarf, die Zusammenarbeit zwischen Automobil- und der Radio-/Audiobranche fortzuführen und weiter auszubauen.

Download der VAUNET-Publikation „Gesamtbericht InCar-Audio 2021“:

VAUNET-Gesamtbericht „InCar-Audio 2021“ (Switch-On & Fast Forward)

Über die Studie:

Für „Fast Forward“ wurden Interviews mit insgesamt elf Expert:innen aus der Automobilindustrie sowie der Audio- und Radiobranche durchgeführt. Eine weitere Grundlage war die VAUNET-Studie „Switch-On: InCar-Audiosysteme“, eine Untersuchung von Infotainmentsystemen in 24 aktuellen Fahrzeugmodellen, die von der MHP Management- und IT-Beratung GmbH mit Unterstützung der Screens GmbH Stuttgart umgesetzt wurde.

Beide Teilstudien sind Teil der Gesamtstudie „On Track – Studien zu Audio und Mobilität“, die im vergangenen Jahr aus dem Branchendialog zum Thema Audio im Auto auf Initiative des Journalismus Lab hervorgegangen ist. Das Forschungsprojekt wurde von der Landesanstalt für Medien NRW in Kooperation mit VAUNET, der RTL Radio Deutschland GmbH und dem MedienNetzwerk Bayern durchgeführt und inhaltlich von der radio NRW GmbH sowie der Ford-Werke GmbH unterstützt.

Artikel teilen

Seite Drucken

Ansprechpartner:in
Hartmut Schultz

Pressesprecher

Tel. 0049 (0)30 39 88 0 101

Ansprechpartner:in
Frank Giersberg

Geschäftsführer des VAUNET

Tel. 0049 (0)30 39 88 0 121

Ansprechpartner:in
Johannes Leibiger

Leiter Medienwirtschaft & Forschung

Tel. 0049 (0)30 39 88 0 102

Lesen Sie jetzt
Europa
VAUNET begrüßt Intention des European Media Freedom Act als „ambitionierten Balanceakt“ und warnt vor „zweiter Schicht der Medienregulierung“ zulasten funktionierender Medienordnungen
Nach dem Digital Markets Act und dem Digital Services Act initiiert die Europäische Kommission mit dem European Media Freedom Act (EMFA) nun ein weiteres Regelwerk mit hoher Relevanz für die Medienbranche. Der VAUNET begrüßt das Vorhaben den Binnenmarkt zu verwirklichen und die Vielfalt und Unabhängigkeit der Medien zu gewährleisten, sieht aber auch Nachbesserungsbedarf.
Verband
VAUNET-Mitgliederversammlung: Forderung nach Aufwertung der Medienpolitik als „Dreiklang aus Gesellschafts-, Wirtschafts- und Digitalpolitik“
Der im Amt bestätigte Vorstandsvorsitzende des VAUNET Claus Grewenig, forderte auf der Mitgliederversammlung des Verbandes gestern in Berlin eine Aufwertung der Rolle der Medienpolitik und einen gesicherten Rechtsrahmen zur Refinanzierung der Inhalte privater audiovisueller Medien. Der Verband begrüßte am Abend seiner Veranstaltung den Bundesminister für Digitales und Verkehr, Dr. Volker Wissing, der vor den Mitgliedsunternehmen und rund 300 geladenen Gästen die derzeitige Situation der Regulierung und das Selbstverständnis der Bundesregierung hierzu mit Gastgeber Claus Grewenig diskutierte.
Verband
Spitzenverband der Audio- und audiovisuellen Medienbranche VAUNET wählt Vorstände
Im Rahmen der Mitgliederversammlung des VAUNET, dem Spitzenverband der privaten Audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland, wurde am gestrigen Mittwoch in Berlin der Vorstand und die Fachbereichsvorstände des Verbandes für zwei Jahre neu gewählt. Claus Grewenig, RTL Deutschland, wurde als Vorstandsvorsitzender im Amt bestätigt.
Mehr Laden
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner

VAU+

Diese Seite ist exklusiv für
unsere Mitglieder

Bitte loggen Sie sich ein oder erstellen Sie ein Nutzerkonto.