Landesmediengesetz Thüringen: VAUNET begrüßt Gesetzesentwurf zur nicht-redaktionellen Zusammenarbeit

29.04.2022 - Die Thüringer Regierungsfraktionen DIE LINKE, SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Thüringer Landesmediengesetzes (ThürLMÄndG) vorgelegt, der die nicht-redaktionelle Zusammenarbeit von privaten Rundfunkveranstaltern erweitert. In seinem Positionspapier begrüßt der VAUNET den Regelungsvorschlag, da dieser einen wichtigen Baustein zur nachhaltigen Sicherung der Medien- und Anbietervielfalt in Thüringen darstellt.

Der federführende Landtagsausschuss für Europa, Kultur und Medien hat am 29. April 2022 die Beschlussempfehlung getroffen, dass das Plenum den Gesetzesentwurf annehmen soll. Im Rahmen der schriftlichen Anhörung hat der VAUNET Stellung zum Gesetzesentwurf genommen und begrüßt den Regelungsvorschlag, da dieser einen wichtigen Baustein zur nachhaltigen Sicherung der Medien- und Anbietervielfalt in Thüringen darstellt.

Mit der Gesetzesänderung wären zahlreiche Kooperationsmaßnahmen im nicht-redaktionellen Bereich wie in der IT-Infrastruktur, bei Einkäufen oder auch bei den GEMA/GVL-Meldungen möglich. Darüber hinaus könnte durch den Vorschlag künftig auch die Vermarktung privater Medienangebote gestärkt werden.

Die durch Zusammenschlüsse und Kooperationen entstehenden, betriebswirtschaftlichen Synergieeffekte wären eine Möglichkeit, um die Finanzierung des privaten Rundfunks zu stabilisieren – insbesondere auch für private lokal-regionale Medien, deren Refinanzierung fast ausschließlich über den regionalen (Werbe-)Markt erfolgt. Dass die Landesgesetzgeber nicht-redaktionelle Kooperationen als ein wirksames Instrument zur Kostensenkung und Finanzstabilisierung ansehen, zeigt der seit März 2016 von allen Ländern mit den Rundfunkanstalten geführte Dialog zur Strukturreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Daher sollten auch in Thüringen bei den privaten Medien nicht-redaktionelle Kooperationen zugelassen werden.

Artikel teilen

Seite Drucken

Ansprechpartner:in
Tim Steinhauer

Senior Referent Medienverantwortung & Programm

Tel. 0049 (0)30 39 88 0 199

Lesen Sie jetzt
Europa
VAUNET Position Paper on a "Digital Omnibus Regulation" of the European Union
VAUNET has published a position paper on the Digital Omnibus Regulation, which the EU is currently developing to simplify digital legislation and reduce bureaucracy. While the association welcomes these objectives, it warns that certain proposed amendments to the GDPR would have serious negative consequences for advertising-funded private media.
Europa
VAUNET Positionspapier zur geplanten Digital-Omnibus-Verordnung der EU
Der VAUNET hat ein Positionspapier zur Digital-Omnibus-Verordnung vorgelegt, an der die EU derzeit arbeitet, um Digitalgesetze zu simplifizieren und Bürokratie abzubauen. Der Verband begrüßt diese Ziele, warnt jedoch, das einzelne Vorschläge zur DSGVO zu schwerwiegenden Nachteilen für werbefinanzierte private Medien führen würden.
Studien
Online audio firmly established as a mass medium in Germany – Discoverability is becoming a key success factor   
Munich, September 16, 2026 - The Online Audio Monitor 2026 shows how people in Germany use online audio services, what makes the different services stand out – and how competition for visibility and access is intensifying
Mehr Laden
Consent-Management-Plattform von Real Cookie Banner

VAU+

Diese Seite ist exklusiv für
unsere Mitglieder

Bitte loggen Sie sich ein oder erstellen Sie ein Nutzerkonto.