VPRT-Prognose zum Medienmarkt 2017

Berlin, 25. Oktober 2017 - Die audiovisuellen Medien in Deutschland bleiben auf Wachstumskurs. Über alle Marktsegmente der Branche hinweg, Radio, Audio, TV und Video, prognostiziert der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) für das Gesamtjahr 2017 ein Umsatzwachstum von 5,8 Prozent bzw. um 637 Millionen Euro auf insgesamt 11,6 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren die Umsätze der Branche um 615 Millionen Euro (+ 5,9 Prozent) auf knapp 11 Milliarden Euro gestiegen.

Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung und für den Bereich Markt- und Geschäftsentwicklung im VPRT verantwortlich: „Für 2017 prognostizieren wir für den deutschen Markt ein Umsatzplus von über einer halben Milliarde Euro und Zuwächse in jedem einzelnen Segment der audiovisuellen Medien. In den kommenden Jahren erwarten wir weiteres Marktwachstum.“

Die Paid-Content-Umsätze im Bereich der audiovisuellen Medien werden zum Jahresende 2017 voraussichtlich um 12,5 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro ansteigen, ebenfalls ein neuer Rekordwert. Pay-TV ist hier das umsatzstärkste Segment mit einem Umsatzwachstum von circa 7 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Die Paid Video-on-Demand-Umsätze wachsen voraussichtlich um 26 Prozent auf 0,69 Milliarden Euro, die Abruferlöse aus Audioangeboten um 20 Prozent auf rund 0,7 Milliarden Euro. Auch das Teleshopping wächst weiter: Hier rechnet der VPRT mit einem Umsatzwachstum von 3 Prozent auf knapp 2 Milliarden Euro.

Für die Jahre 2018 bis 2022 erwarten die befragten Experten einen weiter steigenden und zunehmend international geprägten Wettbewerbsdruck sowie eine rasant fortschreitende Konvergenz der Medien. Die weitere Entwicklung des audiovisuellen Marktes wird insbesondere durch den Ausbau nonlinearer Angebote, steigende Investitionen in interaktive Angebotsformen (z. B. Smart-TV, Smart Radio), die Einführung neuer Angebotsformen (z. B. Virtual Reality, 360-Grad-Videos) und die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung auf immer mehr Ebenen (z. B. Addressable TV, intelligente Benutzeroberflächen, sprachgesteuerte Plattformen, Empfehlungssysteme, Metadaten, automatisierte Buchungssysteme und Programmatic Advertising) geprägt sein.

Download der VAUNET-Umsatzstatistik 2017:

Publikation „Umsätze audiovisueller Medien in Deutschland – Statistik 2017“

Artikel teilen

Seite Drucken

Ansprechpartner:in
Hartmut Schultz

Pressesprecher

Tel. 0049 (0)30 39 88 0 101

Ansprechpartner:in
Frank Giersberg

Geschäftsführer des VAUNET

Tel. 0049 (0)30 39 88 0 121

Lesen Sie jetzt
Study
Study: Illegal TV Consumption Still Causes High Economic and Social Losses
Watching illegal live content on TV was still widespread in 2022 and has actually increased noticeably in recent years. TV piracy causes annual economic losses of €1.8 billion, while foregone taxes and social security contributions total €390 million. This is the conclusion of a VAUNET-study on TV piracy.
Studien
Studie: Illegale TV-Nutzung verursacht weiterhin hohen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schaden
Die Nutzung illegaler Live-TV-Inhalte ist auch im Jahr 2022 ein Massenphänomen und in den vergangenen Jahren sogar spürbar angestiegen. Illegale TV-Nutzung verursacht 1,8 Milliarden Euro Umsatzschaden und führt zu 390 Millionen Euro entgangene Steuern und Sozialabgaben für die Gesellschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine VAUNET-Studie.
Duales Mediensystem
VAUNET: Ergebnisse der Klausur der Länder zum
öffentlich-rechtlichen Rundfunk können nur ein Auftakt sein
Aus Sicht des VAUNET können die Ergebnisse der Klausurtagung der Länder zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nur ein Auftakt sein - weitere für den Wettbewerb mit den privaten Medien entscheidende Themen müssen auf die Agenda genommen werden.
Mehr Laden
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner

VAU+

Diese Seite ist exklusiv für
unsere Mitglieder

Bitte loggen Sie sich ein oder erstellen Sie ein Nutzerkonto.