Radio.trifft…Ina Blumenthal (SPD)

In der neuen Folge des VAUNET-Podcast „Radio.trifft.Politik“ spricht Podcast-Host José Narciandi mit Ina Blumenthal, medienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen.

Ina Blumenthal, medienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion NRW, erklärt in unserer neuen Podcastfolge von „Radio.trifft.Politik“, welcher politische Rahmen „guten Journalismus“ unterstützen kann.

Im Umgang mit Big Tech plädiert sie für ein „Unterhaken“ von Privaten, ÖRR und Politik, um die Versorgung mit verlässlichen journalistischen Informationen nachhaltig zu sichern. Aus ihrer Sicht braucht es dafür vor allem europäische Regeln – auch für KI-Dienste: mehr Transparenz über Algorithmen, gesicherte Auffindbarkeit professioneller Inhalte und klare Leitplanken für Sprachassistenten, die zunehmend als Gatekeeper wirken. „Daten sind das neue Gold“, so Blumenthal, die sich für eine Digitalabgabe für Big-Tech-Player wie Google & ChatGPT ausspricht. Diese solle die heimische Kultur- und Medienlandschaft unterstützen und staatsfern über einen Fonds schwerpunktmäßig in hochwertigen Journalismus fließen. Zugleich fordert sie stärkere Aufsicht und Medienkompetenzförderung, damit Plattformen wirksamer gegen Manipulationen vorgehen.

Bei der Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zeigt sich Blumenthal grundsätzlich zufrieden mit den Reformanstrengungen und dem eingeschlagenen Kurs: Der ÖRR müsse sich kontinuierlich modernisieren und Synergien heben, um agil und meinungsstark zu bleiben. Einen Ausbau der Werbung im ÖRR lehnt sie ab, fordert aber auch keine Reduzierung. Die eigentlichen Wettbewerbsprobleme des privaten Hörfunks lägen weniger im Verhältnis zu den Öffentlich-Rechtlichen als vielmehr bei der Marktmacht großer internationaler Plattformen.

Beim Thema Verbreitung setzt Blumenthal auf einen geordneten Übergang: „Wenn wir möglichst viele Menschen erreichen wollen, muss UKW weiterlaufen“ – perspektivisch gehöre die Zukunft aber DAB+. In etwa fünf Jahren werde UKW „kaum noch“ eine Rolle spielen. Zur Frage, ob Unternehmen vollständig frei über den Verbreitungsweg entscheiden sollten, legt sie sich nicht fest, der Trend zu DAB+ ist für sie jedoch eindeutig.

Mit Blick auf die Lokalradio-Reform in NRW ist Blumenthal gegen eine Clusterung und Zusammenlegung von Sendern nach rein ökonomischen Kriterien und fordert Vorrang für die Sicherung journalistischer Qualität. Funkhaus- und Kooperationsmodelle hält sie dort für sinnvoll, wo Regionen tatsächlich zusammenpassen; zu starke Zentralisierung und Personalabbau schwächten die Verankerung vor Ort. Wichtig sei außerdem ein intensiverer Austausch mit den Chefredaktionen.

Im Gespräch betont Blumenthal die Alltagsnähe zu den Zuhörer:innen als besondere Stärke von Radio: Der niedrigschwellige Zugang und die schnelle, verlässliche Information – im Auto, beim Frühstück, unterwegs. Genau das mache Radio so wertvoll.

Jetzt reinhören!

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