VAUNET zur Debatte Filmförderung: Kein Kompromiss, sondern altes Konzept in neuer Verpackung

Berlin, 4. Februar 2026 - Der jüngst von Produktionsallianz (PA) und dem Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen (VTFF) als „Kompromiss“ präsentierte Vorschlag zur Verpflichtung der Streamingdienste stellt keinen tragfähigen Interessensausgleich dar. Er ist vielmehr ein altes Konzept in neuer Verpackung: Nach außen hin einladend, enthält es im Inneren jedoch unverändert die bekannte Maximalforderung – basierend auf dem „französischen Modell“.

Gerade die beharrliche Kombination aus Investitionsverpflichtung und Rechterückbehalt macht deutlich, dass es nicht um Annäherung geht, sondern um die Fortsetzung eines überholten und unverhältnismäßigen Ansatzes.

Auch wenn damit der Druck vor der Berlinale erhöht werden soll, darf sich die Politik jetzt nicht mit altbekannten Forderungen zu einem „Kompromiss“ zu Lasten Dritter drängen lassen. Im Fokus sollten vielmehr die Auswirkungen auf die gesamte Film- und TV-Wirtschaft sowie das bestmögliche Angebot für die Konsument:innen stehen.

Denn es liegt bereits seit Monaten ein echter Kompromiss in Form der individuell vereinbarten und bürokratiearmen Selbstverpflichtungen der nationalen und internationalen Streaming-Anbieter inklusive möglicher Evaluation und Transparenz gegenüber der FFA auf dem Tisch.

Claus Grewenig, Vorstandsvorsitzender des VAUNET: „Die Selbstverpflichtungen sind schnell umsetzbar und gewährleisten substanzielle Investitionen in Film- und Serienproduktionen und in den Standort Deutschland für die kommenden Jahre – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Wem es um einen fairen Interessenausgleich und ein Vorankommen geht, sollte angesichts dessen seine Blockadehaltung noch einmal überdenken und die derzeit gesperrten Haushaltsmittel freigeben.“

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