VAUNET-Mediennutzungsanalyse 2025: Mediennutzung in Deutschland bei fast 11 Stunden pro Tag

Audio- und audiovisuelle Medien mit einem Anteil von 9,5 Stunden mit Abstand meistgenutzte Angebote
Zur Sicherung der privaten Medienvielfalt sind faire Wettbewerbsbedingungen und Schutz der Finanzierungsgrundlagen unabdingbar
Marktteilnehmer:innen tragen gemeinsame Verantwortung für Erhalt von unabhängigem Journalismus und demokratischen Medien

Berlin, 18. Februar 2026 – 2025 nutzten die Menschen in Deutschland durchschnittlich 10 Stunden und 53 Minuten pro Tag Medien. 9 Stunden und 38 Minuten davon entfielen auf Audio- und audiovisuelle Inhalte – Radio und Fernsehen sowie Audio- und Video-Streaming, das entspricht 88,5 Prozent der Gesamtnutzung. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entwickelten sich sowohl die Mediennutzung insgesamt als auch die Nutzung der Audio- und audiovisuellen Inhalte stabil. Dies geht aus der heute veröffentlichten VAUNET-Mediennutzungsanalyse 2025 hervor.

 

Johannes Leibiger, Leiter Medienwirtschaft & Forschung des VAUNET: „Die Mediennutzung in Deutschland bewegt sich 2025 konstant auf einem bemerkenswert hohen und stabilen Niveau und wird maßgeblich von Audio- und audiovisuellen Inhalten geprägt. Klar zeigt sich dabei die anhaltende Relevanz der linearen Angebote wie Fernsehen und Radio. Sie stellen trotz wachsender digitaler Nutzung weiterhin den größten Anteil. Gleichzeitig gewinnen Video- und Audio-Streaming weiter an Gewicht und treiben insbesondere die mediale Internetnutzung voran. Die Mitgliedsunternehmen des VAUNET sind mit ihren Angeboten auf allen Verbreitungswegen vertreten und Innovationsmotor der medialen Transformation in Deutschland.“

Frank Giersberg, Geschäftsführer des VAUNET: „Die aktuelle Entwicklung zeigt eindrucksvoll die gesellschaftliche Relevanz der Audio- und audiovisuellen Medienangebote, die in Zeiten von Desinformation und Fake News mit ihren zuverlässigen Inhalten eine besondere demokratiesichernde Funktion erfüllen. Im Markt refinanzierte private Medienangebote sind dabei darauf angewiesen, dass sie im Wettbewerb mit den Big-Tech-Plattformen und beitragsfinanziertem Rundfunk faire Wettbewerbsbedingungen haben und ihre Finanzierungsgrundlagen in allen Bereichen hinreichend geschützt werden. Im Werbemarkt tragen alle Akteure gemeinsame Verantwortung für den Erhalt von unabhängigem Journalismus und demokratischen Medien. Dazu zählt auch die Allokation von Werbeinvestitionen in „Value Media“-Umfelder.“

Die durchschnittliche tägliche Audionutzung lag im Jahr 2025 hochgerechnet bei insgesamt 4 Stunden und 19 Minuten und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 6 Minuten (2024: 4 Std. und 13 Min.). Hiervon entfiel mit 3 Stunden und 9 Minuten weiterhin der Großteil der Audionutzung auf das werktägliche Radiohören (Vorjahr: 3 Std. und 3 Min.). Der restliche Audiokonsum entfiel hauptsächlich auf die Nutzung von Online-Audio-Inhalten: 50 Minuten auf das Musikstreaming (2024: 49 Min.) und 9 Minuten auf Podcasts (2024: 10 Min.).

Die tägliche Bewegtbildnutzung lag 2025 bei insgesamt 5 Stunden und 19 Minuten, davon entfielen 2 Stunden und 55 Minuten auf die Fernsehnutzung (2024: 3 Std. und 8 Min.), 1 Stunde und 43 Minuten auf die Online-Video-Nutzung (2024: 1 Std. und 38 Min.) sowie 38 Minuten auf Videospiele (2024: 37 Min.).

Die hohe Relevanz der Audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland spiegelt sich auch in der Reichweite der Gattungen wider: Radio und Fernsehen sowie Audio- und Video-Streaming erreichen praktisch die gesamte Bevölkerung in Deutschland. 2025 sahen 85,7 Prozent der Menschen ab 14 Jahren in Deutschland regelmäßig fern, 92,3 Prozent hörten regelmäßig Audio und Radio. Die jeweiligen Tagesreichweiten betrugen im Fernsehen 59,1 Prozent und im Audio-Bereich 75,1 Prozent.

 

 

 

Alle Daten, Analysen und Details zur Entwicklung der Audio- und audiovisuellen Mediennutzung 2025 insgesamt sowie zu den einzelnen Segmenten können auf der VAUNET-Website heruntergeladen werden.

Zur Methode:

Die VAUNET-Mediennutzungsanalyse beruht auf einer kontinuierlichen Auswertung von Sekundärquellen, darunter Daten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma), der Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA, seit Ende 2025 eingestellt), der Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) und des Media Activity Guides sowie dem ViewTime Report von Seven.One Media und forsa. Die medienübergreifenden Angaben zur täglichen Mediennutzungsdauer stammen aus unterschiedlichen Quellen, sodass aufgrund methodischer Unterschiede insbesondere die Summierung lediglich als Näherungswert zu betrachten ist. Die Angaben zur täglichen Mediennutzung im Gattungsvergleich ergeben sich aus Werten der agma zur Radio- und Audionutzung (Hörer:innen ab 14 Jahren), der AGF Videoforschung für die TV-Nutzung (Zuschauer:innen ab 14 Jahren) sowie des Media Activity Guides und dem ViewTime Report von SevenOne Media und forsa zur Nutzung der übrigen Medien (Nutzer:innen 14-69 Jahre). Die Angaben zur Gesamtreichweite von Fernsehen und Radio basieren auf dem Weitesten Seher:innen- bzw. Hörer:innenkreis und sind auf einen Zeitraum von zwei bzw. vier Wochen bezogen.

Weitere VAUNET-Publikationen:

VAUNET begleitet Marktentwicklungen der Audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland mit regelmäßigen Erhebungen und Veröffentlichungen. Im laufenden Jahr 2026 wird der Verband mit der Werbestatistik 2025 wieder seine Frühjahrsprognose zum Werbemarkt (Mai 2026) vorlegen, im Sommer die Entwicklung des Pay-TV-Marktes mit der Pay-TV-Statistik (Juli 2026) aufzeigen und im Herbst seine Umsatzprognose für Audio- und audiovisuelle Medien (Oktober 2026) veröffentlichen.

Artikel teilen

Seite Drucken

Ansprechpartner:in
Hartmut Schultz

Pressesprecher

Tel. 0049 170 4332 832

Lesen Sie jetzt
Spotlight
Serien, Streaming, Storytelling: Anke Greifeneder (HBO Max) über die Medienwelt im Wandel
In der zweiten Folge des Podcasts „visionär on air“ von DWDL & VAUNET spricht Anke Greifender, Vice President Original Productions bei HBO Max mit unserem Host, DWDL-Chefredakteur Thomas Lückerath, zum Wandel des Serienmarktes im Streaming-Zeitalter.
Politik & Recht
VAUNET begrüßt Länder-Beschluss zu Kooperationserleichterungen im Rundfunkbereich
Der VAUNET – Verband Privater Medien begrüßt den Beschluss der Rundfunkkommission der Länder zu Kooperationserleichterungen im Rundfunkbereich. Die Länder stellen damit klar, dass angesichts der zunehmenden Marktmacht globaler BigTech-Plattformen auch private Medienanbieter bessere und rechtssichere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit benötigen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Medienvielfalt in Deutschland zu sichern.
Politik & Recht
VAUNET zum 25. KEF-Bericht
Der VAUNET sieht nach der Vorlage des 25. Berichts der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs) und angesichts der gestiegenen Aufwendungen der Rundfunkanstalten weiterhin die Dringlichkeit, dass ARD und ZDF die Grundsätze zur Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bei der Umsetzung des Reformstaatsvertrages konsequent befolgen.
Mehr Laden
Consent-Management-Plattform von Real Cookie Banner

VAU+

Diese Seite ist exklusiv für
unsere Mitglieder

Bitte loggen Sie sich ein oder erstellen Sie ein Nutzerkonto.