Berlinale startet – doch der Filmstandort Deutschland bleibt unter Druck

Berlin, 13. Februar 2025 - VAUNET fordert mehr Dynamik und Interessenausgleich durch steuerliche Anreize statt regulatorischer Belastungen.

Deutschland als Film- und Medienstandort braucht dringend bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Zum Start der 75. Berlinale spricht sich der VAUNET dafür aus, in der neuen Legislatur zeitnah mit einem effektiven Steueranreizmodell für Film- und Serienproduktionen nachhaltige Impulse für den Standort zu setzen und stärker gemeinsam getragene Ansätze in den Vordergrund zu stellen. Nur so wird es gelingen, die Herstellung hochwertiger Inhalte „Made in Germany“ und ein hohes Investitionsvolumen zu sichern.

„Die Anpassung des Filmförderungsgesetzes war eine Pflichtübung – verbunden mit einer schmerzhaften Reduzierung der Medialeistungen -, aber nicht ausreichend“, erklärt Daniela Beaujean, Geschäftsführerin des VAUNET. Aufgestockte Fördertöpfe wie der GMPF und DFFF verbessern zwar die Förderbasis, sind aber keine Maßnahme für eine langfristige Stärkung der Branche. Ohne ein verlässliches Steueranreizmodell bleibt Deutschland für internationale Produktionen unattraktiv.

Der VAUNET kritisiert weiterhin Maximalforderungen nach einer Investitionsverpflichtung für VoD-Anbieter, die die Programmfreiheit einschränken und gerade nicht zwingend zu einer Erhöhung der Investitionen in Deutschland führen. Eine Investitionsverpflichtung, die weder am Markt noch vor Gericht Bestand haben wird, nützt am Ende keinem. „Wir sollten stattdessen alle berechtigten Interessen zusammenbinden und einen gemeinsamen Weg suchen, der wieder mehr Dynamik im Markt entfacht und keinen Beteiligten einseitig Lasten aufbürdet“, so Daniela Beaujean. Auch Fragen wie die Verteilung von Rechten ließen sich im Dialog und in Kombination mit einem Steueranreizmodell effizienter lösen als durch regulatorische Eingriffe.

Die Berlinale zeigt jedes Jahr eindrucksvoll, welches kreative Potenzial die Filmbranche besitzt. Doch um dieses Potenzial auszuschöpfen, muss der Produktionsstandort Deutschland jetzt beflügelt werden. Der VAUNET appelliert daher an die neue Bundesregierung, zur Aktivierung des Filmstandorts vorrangig und gezielt auf Anreize zu setzen, die Innovation und Wertschöpfung in Deutschland fördern und den Verbraucherinteressen gerecht werden.

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Ansprechpartner:in
Hartmut Schultz

Pressesprecher

Tel. 0049 170 4332 832

Ansprechpartner:in
Daniela Beaujean

Geschäftsführerin des VAUNET

Tel. 0049 (0)30 39 88 0 112

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