Rund 150 Medien verschiedener Gattungen setzen in der Aktionswoche „Demokratie braucht viele Stimmen“ vom 14. bis 19. September 2026 erstmals ein gemeinsames, branchenübergreifendes Zeichen zur Bedeutung von professionellem Journalismus für die demokratische Öffentlichkeit.
Die Beteiligung reicht von Print bis TV und Radio, von privat bis öffentlich-rechtlich. Mit dabei sind auch der VAUNET und zahlreiche seiner Mitglieder. Zu den Aktivitäten rund um den internationalen Tag der Demokratie am 15. September zählen journalistische Beiträge, fiktionale und non-fiktionale Inhalte, Spots, Social-Media-Posts, Statements und vieles mehr.
Hintergrund der Initiative sind die tiefgreifenden Veränderungen der öffentlichen Kommunikation: Big-Tech-Social-Media-Plattformen und KI bestimmen zunehmend, welche Informationen uns erreichen, durch Desinformation und manipulierte Inhalte wird es immer schwieriger, Verlässliches von Falschem zu unterscheiden. Damit wird professioneller Journalismus immer wichtiger, der nach verlässlichen Qualitätsstandards arbeitet, Verantwortung für veröffentlichte Inhalte übernimmt und die Einordnung von Informationen erleichtert.
Claus Grewenig, VAUNET-Vorstandsvorsitzender und Chief Corporate Affairs Officer von RTL Deutschland: „Demokratie braucht viele Stimmen. Und sie braucht professionellen Journalismus, der Einordnung und Orientierung ermöglicht, einen Bezug zur Lebensrealität der Menschen herstellt und Meinungsvielfalt stärkt. Das ist ein unverzichtbares Fundament demokratischer Öffentlichkeit – die mehr denn je gefragt ist.“
Zahlreiche prominente Vertreter:innen der privaten Medienbranche machen im Rahmen der Initiative ihr Verständnis von professioneller Berichterstattung auch in eigenen Statements auf der Kampagnenwebsite oder bei Social Media deutlich. Darunter aus dem VAUNET-Mitgliederkreis unter anderem Dr. Nina Gerhardt (CEO RTL Radio Deutschland), Sebastian Cochois (Geschäftsführer medienzentrum Berlin), Sonja Schwetje (Geschäftsführerin RTL Nord), die :newstime Moderatorinnen Angela van Brakel und Kira Alin, Kathrin Palesch (Managing Director Hearst Networks Germany), Henrik Pabst (Chief Content Officer der ProSiebenSat.1-Gruppe) oder Stephan Schmitter (CEO RTL Deutschland). Oder auch Paul Ronzheimer (BILD).
Auch wer in dieser Woche Radio hört, fernsieht oder Zeitung liest (ob online oder print), wird der Initiative „Demokratie braucht viele Stimmen“ an vielen Stellen begegnen. Zahlreiche private Radiosender strahlen eigens produzierte Radio-Spots zur Initiative aus, die RTL Radio Deutschland produziert und allen Partnern der Kampagne zur Verfügung gestellt hat, oder sie gestalten eigene redaktionelle Beiträge. Darunter unter anderem Antenne Thüringen, Radio Brocken, 89.0 RTL , RTL Radio, Antenne NRW, Spreeradio, baden.fm, Schlager Radio oder Sunshine Live. HIT RADIO FFH stellt verschiedene regionale Initiativen zur Stärkung der Demokratie und gesellschaftlichem Engagement vor. Das medienzentrum Berlin beteiligt sich mit seinen Sendern Berliner Rundfunk 91.4, 94,3 RS2 und KISS FM mit Reportagen, Reels, Interviews und Statements.
TV-Anbieter und Streamer unterstützen die Aktion ebenfalls mit eigenen Beiträgen, Spot-Einblendungen und Videos um oder machen die Initiative sichtbar, indem sie Programminhalte, wie Dokumentationen zu den Themen Demokratie und Journalismus unter das Motto „Demokratie braucht viele Stimmen“ stellen. RTL hat einen Video-Abbinder zur Initiative produziert, den die Partner nutzen können, und den auch RTL und ntv ausstrahlen. Er wird unter anderem auch von ProSiebenSat.1 in einem Trailer eingesetzt, mit dem der Sender dafür sensibilisieren will, wie sehr es in einer informierten Demokratie auf verlässliche Informationen, glaubwürdige Quellen und vertrauenswürdigen Journalismus ankommt. In der Sendung :newstime wurde zudem über die Initiative berichtet.
Bei Hearst Networks (History Channel, Crime+) sollen Teile des Programms unter dem Motto der Initiative „Demokratie braucht viele Stimmen“ laufen, beispielsweise eine Dokumentation hinter der Geschichte „Die Welle“ zum Aufbau einer autoritären Bewegung. Ähnliche Pläne hat wedotv. Bei WELT, Politico und Business Insider sind unter anderem Werbeanzeigen in Online und Print vorgesehen.
Bereits im Vorfeld der Aktionswoche wurde die Kampagne an vielen Stellen sichtbar. Mit der Aktion „Ein Haus für viele Stimmen“ hat der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), der auch Koordinator der Aktion ist, die gemeinsame Initiative journalistischer Medien auch im Berliner Stadtbild sichtbar gemacht. Eine großflächige Beklebung des Hauses der Presse in Berlin trägt die Botschaft: „Demokratie braucht viele Stimmen.“